Umgang mit Demenz

awo - Hilfe mit Herz



Dr. Johannes Richter

Themenbeiträge

 

An dieser Stelle möchten wir Ihnen Themenbeiträge zur Verfügung stellen, die sich mit der Thematik Demenz und dem Umgang mit den Erkrankten befassen.

Der Autor der Beiträge ist unser Ehrenvorsitzender PD Dr. Johannes Richter.

 

Zu dem Autor:

PD Dr. Johannes Richter

Geibelstraße 56
04129 Leipzig
Dr.JRichter(at)t-online.de

 

  • bis 08/1989 Direktor für Studentenangelegenheiten
  • 03/1990 Wahl zum Hauptkassierer im Gründungsvorstand der AWO Leipzig
  • 1990 bis 2013 Leiter des Pflegeheimes Thekla  bzw. des AWO Gerontopsychiatrischen Pflegeheimes "Marie Juchacz",
  • 1991 bis 1999 und 2004 bis 2008 Vorsitzender des AWO Kreisverbandes Leipzig-Stadt e.V., seitdem Ehrenvorsitzender
  • 2000 bis 2009  CERT - Qualitätsauditor beim TÜV Nord für die Arbeiterwohlfahrt und Lehrbeauftragter für Qualitätsmanagement in der Altenhilfe und Gerontopsychiatrie
  • 2005 bis 2013 Vertreter der sächsischen Liga der Freien Wohlfahrtspflege im Kollegium der Berufsakademie Sachsen, Vorsitzender der dortigen Studienkommission Sozialwesen und Mitglied mehrerer Findungskommissionen beim SMWK
  • Mitglied der Historischen Kommission der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen


Nachfolgende Themenbeiträge entstanden nach meinem Eintritt in die Regelaltersrente im September 2013. 

Unterstützt durch positive Resonanzen und Impulse namentlich aus der studentischen Lehre erlangten sie in Form und Inhalt ihre derzeitigen Fassungen.

In ihnen beleuchte ich mit Hilfe zahlreicher Beispiele aus meiner Tätigkeit als Leiter eines Pflegeheimes für Gerontopsychiatrie von 1990 bis 2013 den Umgang mit Demenz und mit psychischen Störungen im Alter aus der soziokulturellen, der psychosozialen und der beruflichen Perspektive.

Übergreifend beinhalten die Beiträge die zwingend erforderliche soziale Kompetenz zu einer Beziehungs-, Versorgungs- und Milieukultur im Umgang mit den Erkrankten, welche auf einem Selbstbestimmung wahrenden Perspektivwechsel beruht, heißt:

  

  • willens und in der Lage zu sein, sich in die Perspektive ihrer Lebenswelten hinein zu versetzen,

  • willens und fähig zu sein, ihre von uns verrückten bzw. fortgerückten Lebenswelten ernst zu nehmen und wertschätzen zu können

  • willens und fachlich kompetent zu sein, diese von uns verschobenen Lebenswelten in ihrer Eigenständigkeit und Legitimität zu erfassen und zu respektieren.

 

Mit Hilfe der zwei kulturphilosophischen Methoden Selbstdistanzierung und Fremderfahrung, also mit Hilfe bewusster Entfremdung, geht es darum, die differenten und damit verschiedenen Lebenswelten für sich selbst vergleichbar und annehmbar zu machen und deshalb zu lernen, das, was das Eigene ist, als fremd, und das, was das Fremde war, als das Eigene zu reflektieren.

Um diesen Perspektivwechsel persönlich zu meistern, kann es hilfreich sein, die eigene Lebenswelt einmal aus einer entfremdeten Perspektive zu reflektieren und damit mittels eines kritisch distanzierten Blickes auf die Lebenswelt von uns "Normalen" Zugang zu den anderen Lebenswelten zu suchen; also die eigene Lebenswelt einmal als etwas Fremdes zu betrachten und sich auf diese Weise den uns eigentlich fremden Lebenswelten frei nach Manfred Lütz zu nähern:

Verrückt? Wir behandeln und versorgen die Falschen! Unser Problem sind die Normalen.



Einleitung

Kurzbeschreibung

Der Mensch ist ein Kulturwesen. Er ist mit der moralischen Fähigkeit zum sogenannten "kategorischen Imperativ" Immanuel Kants ausgestattet, der sinngemäß heißt: "Alles, was Du tust, tue so, dass es ein allgemeines Gesetz sein könnte."

Aus dieser Perspektive hat Kultur den Menschen zum Gegenstand, der seine Lebensgestaltung sowie seine Beziehungen zur räumlichen Natur und zu anderen Menschen kultiviert und pflegt.

Zu beachten ist dabei allerdings, dass Kulturbedeutung nicht ausschließlich mit positiver Wertschätzung und Entwicklung verbunden ist. Kultur verläuft in der Zeit als dialektische Abfolge von Fort- und Rückschritten, von Aufstieg und Niedergang.

Der kulturelle Ansatz der folgenden Themenbeiträge ist, zu einer Beziehungs-, Versorgungs- und Milieukultur im Umgang mit demenziell und psychisch erkrankten alten Menschen beizutragen, welche durch eine Kultivierung und Pflege in der Hinsicht bestimmt sein soll, dass jeder einzelne gerontopsychiatrisch veränderte Mensch mit seiner ganz persönlichen Psychobiografie, mit seinen ihm eigenen Defiziten und seiner nur ihm eigenen Lebenswelt Person sein und sich als Subjekt erfahren kann.

Bitte klicken Sie  hier, um den vollständigen Artikel zu lesen.



Fragen zur Kultur in der Pflege und Betreuung desorientierter alter Menschen

Kurzbeschreibung

In diesem Themenbeitrag wird vom Kernstück des person - zentrierten Ansatzes Tom Kitwoods ausgegangen. Es ist ein dialektisches Modell, das die Wechselwirkungen zwischen den neurodegenerativen Prozessen im Verlauf der Demenz und einer positiven Personzentrierung in Pflege und Betreuung beinhaltet.

Davon ausgehend werden Fragestellungen aufgeworfen, welche auf desorientierte alte Menschen angewendet werden müssen. Derartige Fragen sind personenbezogen immer wieder neu zu beantworten, um diesen Menschen zu ermöglichen, mit ihren Defiziten Person sein und sich als Subjekte erfahren zu können.

Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel zu lesen.



Konzepte zum Umgang mit verwirrten alten Menschen

Kurzbeschreibung

Vorgestellt werden Konzepte, welche für den Umgang mit alterspsychiatrisch veränderten Menschen zur Verfügung stehen. Dabei ist wichtig zu beachten, dass diese Konzepte aus unterschiedlichen Blickrichtungen heraus Wege zum würdevollen Umgang mit ihnen aufzeigen. Auf der Basis der Ganzheitlichkeit gerontopsychiatrischer Versorgung sind die dargelegten Konzepte in ihrer Einheit zu betrachten und gemeinsam in sich ergänzender Weise anzuwenden. Grundlage und Philosophie sollte dabei der person – zentrierte Ansatz Tom Kitwoods sein.

Die marktwirtschaftliche Nutzung der einzelnen Konzepte macht es allerdings schwierig, sie in ihrer Einheit zu praktizieren.

Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel zu lesen.



Gedanken zur Kommunikation mit demenziell erkrankten Menschen

Kurzbeschreibung

Angesprochen wird die Validationsmethodik von Nicole Richard. Sie ging aus der Feilschen Validation hervor. Während diese psychotherapeutisch konturiert ist, zielt die Validation Richards darauf ab, die alltägliche Beziehungsarbeit mit demenziell erkrankten Menschen zu bewältigen.

Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel zu lesen.



Psychisch krank im Alter

Kurzbeschreibung

Inhalt dieses Themenbeitrages sind die psychischen Krankheitsbilder Belastungsstörung, Depression, Abhängigkeits- und neurotische Störung und demenzielles Syndrom als organische neurodegenerative Erkrankung sowie Narzissmus in seinem dialektischen Widerstreit zwischen psychosozialem Personsein und soziokulturellem Umfeld.

Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel zu lesen.



Eine Lanze brechen für Psychotherapie im höheren Lebensalter

Kurzbeschreibung

Dieser Themenbeitrag führt hin zur Gerontopsychotherapie. Sie umfasst die psychodynamische Behandlung aktueller Spätfolgen früherer Belastungsstörungen ebenso wie die Linderung seelischer Leiden bei Demenzerkrankten durch die psychoanalytisch basierte Validation nach Naomi Feil, die Anwendung der Verhaltenstherapie bei Morbus Alzheimer sowie die Anwendung der Systemischen Psychotherapie bei der Neuorganisation familiärer Systeme, wenn ein Mitglied demenziell erkrankte. Sie unterstützt, wenn es für ältere Menschen gilt, die heutige Dynamik urbaner, technologischer und sozialer Prozesse und Umbrüche zu verkraften, welche sie zu Fremden im eigenen vertrauten Quartier werden lassen kann. Sie wirkt bei der Gestaltung inklusiver Sozialräume mit.

Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel zu lesen.



Unterstützung beim Leben mit symptomatischen Orientierungsstörungen

Kurzbeschreibung

Demenz ist ein Syndrom, das verschiedene Formen der Demenz umfasst. Es ist durch gemeinsame und unterschiedliche Ursachen, Abläufe und Symptome charakterisiert.

Dabei sind Störungen in der Orientierungsfähigkeit eines der typischen Symptome des demenziellen Syndroms. Sie beruhen auf dem Abbau der Merk- und Erinnerungsfähigkeit und beinhalten vier Einzelstörungen: zeitliche, örtliche, situative und Störung zur Person.

Betroffene Menschen benötigen spezielle Unterstützung, um trotzdem ein menschenwürdiges Leben führen zu können.

 

Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel zu lesen.



Gerontopsychiatrisch veränderte Menschen: Von der Anstaltsverwahrung zur Inklusion im vertrauten Quartier

Kurzbeschreibung

 

Im Rahmen des Themas wird die Geschichte des AWO Gerontopsychiatrischen Pflegeheimes "Marie Juchacz" und seiner Vorgängereinrichtung im Kontext mit vier durchlebten Pflegeheimgenerationen und mit der Implementierung der Altenpflege und eines Qualitätsmanagementsystems als auch im Kontext mit der Bedeutung einrichtungsinterner und sozialräumlicher Inklusion für eine vollstationäre gerontopsychiatrische Versorgung vorgestellt.

Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel zu lesen.



Marxistisches Menschenbild versus christliche Sozialethik als Basis stationärer Altenpflege

Kurzbeschreibung

Reinhard Kardinal Marx schreibt in seinem Buch "DAS KAPITAL  Ein Plädoyer für den Menschen", dass sich der letztlich unüberbrückbare Gegensatz zwischen einer christlichen Sozialethik und dem Marxismus nicht aus den ökonomischen Analysen von Karl Marx ergibt, sondern aus dem Menschenbild, das dem Marxismus zugrunde liegt.

Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel zu lesen.



Wer in der Gerontopsychiatrie arbeiten möchte....

Kurzbeschreibung

Wer in der Gerontopsychiatrie arbeiten möchte ist zu beglückwünschen und zu ermutigen.

Zu beglückwünschen, weil die Beziehungsgestaltung mit gerontopsychiatrisch erkrankten Menschen einem die Möglichkeit eröffnet, zutiefst humanistisch im Geiste des kategorischen Imperativs von Immanuel Kant zu arbeiten und darin Lebenssinn zu finden.

Zu ermutigen, weil diese Arbeit psychosozial sehr anspruchsvoll ist.

 

Bitte klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel zu lesen.



Kontakt

AWO Leipzig-Stadt
Jenaer Straße 29
04205 Leipzig

Telefon: 0341 308480
Fax: 0341 30848-288