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Montag, 03. September 2012

PERSPEKTIVWECHSEL bei der AWO Leipzig

Heute pflegebedürftige Menschen umsorgen, morgen einen geselligen Seniorenabend organisieren oder Beratung bei Erziehungsfragen geben – dies sind nur einige Aufgaben, in denen sich die AWO Leipzig engagiert. Über 400 Mitarbeiter und rund 30 Ehrenamtliche kümmern sich im Stadtgebiet Leipzig tag­täglich um bedürftige Menschen jeden Alters.

Montag, 03. September 2012

PERSPEKTIVWECHSEL bei der AWO Leipzig

Dabei verlangt die Arbeit im sozialen Be­reich neben hohen fachlichen Anforderungen auch eine Menge Einfühlungsvermögen und ein sicheres Gespür für die vielen schwierigen Situationen – eine Arbeit, die nicht immer leicht ist und oft leider auch nur unzureichend gewürdigt wird.

Hier setzt die Aktion „Perspektivwechsel“ an. Vom 27. bis 31. August erhielten Vertreter aus Politik, Verwaltung, Medien oder Wirtschaft Einblicke in den Alltag der Freien Wohlfahrtspflege. Für einen Tag tauschten sie ihren Schreibtisch gegen ein Pflegeheim oder auch einen Kindergarten, um die soziale Arbeit einmal aus einem anderen Blickwinkel kennen zu lernen. Auch die AWO Leipzig beteiligte sich an der Aktion und begrüßte am 28. August Andreas Werner, Direktor des Kom­munalen Sozialverbandes Sachsen. Er durfte im AWO-Seniorenheim in Schönau mit anpacken.

Am 31. August wirkte die Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Gisela Kallenbach, für einen Tag in der ambulanten Pflege der AWO-Sozialstation auf der Selliner Straße mit, dazu Gisela Kallenbach: „Ich beteilige mich jährlich an der Aktion, weil ich einen hohen Respekt vor dem Engagement im sozialen Bereich habe. Allerdings müssen sich die Rahmenbedingungen verbessern, sonst werden wir bei einer wachsenden Zahl zu pflegender Menschen, insbesondere bei denen mit niedrigen Einkommen, bald ein großes Problem haben.“ Auch Dana Rönsch, Geschäftsführerin der AWO Leipzig, betont: „Ich werte die Teilnahme als ein positives Signal und sehe gute Chancen, dass die Wertschätzung für soziale Berufe in unserer Gesellschaft wieder steigt.“

Organisiert wurde der „Perspektivwechsel“ zum vierten Mal von den Spitzenverbänden der Freien Wohl­fahrtspflege in Sachsen, zu deren Mitgliedern neben der AWO auch die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, das Diakonische Werk, der Paritätische Wohlfahrtsverband sowie die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zählt.